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 Guntur, für indische Verhältnisse eine kleine Stadt, zählt ca. 800.000 Einwohner. Sie liegt im Südosten des Landes, etwa 400 km nördlich von Madras.
Der größte Teil der Bevölkerung ist sehr arm. Sie arbeiten als Taglöhner auf den Feldern, besitzen aber selbst kein Land. Der Verdienst beträgt 30-50 Rupien, das ist etwa 1 Euro, pro Tag; natürlich völlig unzureichend für den Unterhalt einer Familie. Wer zu alt ist oder krank und nicht mehr arbeiten kann, muss betteln oder er verhungert.
Die Grundlage für alle Hilfen in Guntur ist eine Studie, die zeigt, dass im Staat Andhra Pradesch ein Drittel der Bevölkerung unter der Armutsgrenze lebt. Die Ärmsten sind meist Angehörige der niedrigsten Kasten und Kastenlose, die so genannten „Unberührbaren“. Das heißt: Diese Menschen können nur mit größter Mühe und unter ärmlichsten Bedingungen überleben. Nur 36% der Bevölkerung im Distrikt Guntur sind in der Lage, zu lesen und zu schreiben.
Daher gibt es eine sehr, sehr große Anzahl von armen und schutzlosen Kindern und Alten, die unter menschenunwürdigen Bedingungen leben müssen.
Von August 2002 bis September 2005 war der indische Priester Rayapareddy Allam als Kaplan bei Pfarrer Franz Neumer, der für die Pfarreien Lambrecht, Lindenberg, Frankeneck, Neidenfels, Weidenthal und Frankenstein in der Verbandsgemeinde Lambrecht zuständig ist. In dieser Zeit war er sehr aktiv, um die Menschen für die Not in seinem Heimatland zu sensibilisieren.  Daraus entwickelte sich unter anderem eine Privatinitiative, die während der Kaplanzeit von Rayapareddy Allam, dessen Projekte mit hohem finanziellen Engagement unterstützte. Neue indische Priester kamen als Kapläne in die Neumer-Pfarreien. Auch diese Priester baten um Hilfen für ihre Heimatdiözese. So kam es dass die Privatinitiative ihre Hilfen und Aktivitäten, unabhängig von den einzelnen indischen Priestern  fortsetzte. Bisher wurden ca. 50 Patenschaften vermittelt, der Bau einer neuen Schule unterstützt, eine Wasserentsalzungsanlage und den Bau von Toiletten für den indischen Wallfahrtsort Sagar finanziert, ein Heim für missbrauchte Mädchen unterstützt, zwei Häuser für obdachlose Familien finanziert und Familien unterstützt, damit sie ihre Häuser fertigstellen können. Im Jahr 2008 ging die Privatinitiative in die Kath. Kirchenstiftung St. Maria Immaculata über und nennt sich Indienhilfe Diözese Guntur/Südindien. Mit Hilfe des Turnverein 1895 e.V. Lindenberg und der Grundschule Lindenberg veranstaltete die Kirchenstiftung am 16. August 2008 einen Benefizlauf zugunsten verschiedener Projekte der Indienhilfe, bei dem die stolze Summe von 5.000,00 € zusammen kam. Am 16. Mai 2009 veranstaltete die Kirchenstiftung den 2. Benefizlauf zugunsten eines HIV-Kinderheimes, welches von Bischof Dr. Gali Bali gegründet worden und von den St. Anna-Schwestern geleitet wird.      Der stolze Erlös des Laufes mit Wirtschaftsbetrieb ergab auch im Jahr 2009 den stolzen Betrag von 4.853,00 €, welcher durch die Organisatoren auf 5.000,00 € aufgerundet wurde.   Dem indischen Bischof Dr. Gali Bali wurde bei seinem letzten Besuch im Juni 2009 während des Pontifikalamtes in Lambrecht ein Scheck in Höhe von 5.000,00 € übergeben.  3. Benefizlauf am 29. Mai 2010 Der 3. Benefizlauf dessen Erlös zur Unterstützung der Hilfsprojekte des indischen Bischofs Dr. Gali Bali, Bau eines Wasserturmes für etwa 700 Familien und sanitäre Anlagen in Wohnhäusern der ländlichen Gegend, verwendet wird war wieder mit Erfolg gekrönt. Bis jetzt ist das Ergebnis bei                                                                     4.910,00 €.  Dem indischen Bischof der am 06. bzw. 07. Juli 2010 in den Neumer-Pfarreien sein wird, wird der Spendenbetrag auch diesmal wieder persönlich übergeben. Wie in den Jahren zuvor reist eine kleine Gruppe auf eigene Kosten nach Indien, um die Projekte zu begutachten.
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