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Hilfsprojekte für Guntur / Indien PDF Drucken E-Mail
Mittwoch, den 15. Juli 2009 um 23:43 Uhr

 

Guntur, für indische Verhältnisse eine kleine Stadt, zählt ca. 800.000 Einwohner. Sie liegt im Südosten des Landes, etwa 400 km nördlich von Madras.

Der größte Teil der Bevölkerung ist sehr arm. Sie arbeiten als Taglöhner auf den Feldern, besitzen aber selbst kein Land. Der Verdienst beträgt 30-50 Rupien, das ist etwa 1 Euro, pro Tag; natürlich völlig unzureichend für den Unterhalt einer Familie. Wer zu alt ist oder krank und nicht mehr arbeiten kann, muss betteln oder er verhungert.

Die Grundlage für alle Hilfen in Guntur ist eine Studie, die zeigt, dass im Staat Andhra Pradesch ein Drittel der Bevölkerung unter der Armutsgrenze lebt. Die Ärmsten sind meist Angehörige der niedrigsten Kasten und Kastenlose, die so genannten „Unberührbaren“. Das heißt: Diese Menschen können nur mit größter Mühe und unter ärmlichsten Bedingungen überleben. Nur 36% der Bevölkerung im Distrikt Guntur sind in der Lage, zu lesen und zu schreiben.

Daher gibt es eine sehr, sehr große Anzahl von armen und schutzlosen Kindern und Alten, die unter menschenunwürdigen Bedingungen leben müssen.

Von August 2002 bis September 2005 war der indische Priester Rayapareddy Allam als Kaplan bei Pfarrer Franz Neumer, der für die Pfarreien Lambrecht, Lindenberg, Frankeneck, Neidenfels, Weidenthal und Frankenstein in der Verbandsgemeinde Lambrecht zuständig ist.

In dieser Zeit war er sehr aktiv, um die Menschen für die Not in seinem Heimatland zu sensibilisieren.  Daraus entwickelte sich unter anderem eine Privatinitiative, die während der Kaplanzeit von Rayapareddy Allam, dessen Projekte mit hohem finanziellen Engagement unterstützte. Neue indische Priester kamen als Kapläne in die Neumer-Pfarreien. Auch diese Priester baten um Hilfen für ihre Heimatdiözese. So kam es dass die Privatinitiative ihre Hilfen und Aktivitäten, unabhängig von den einzelnen indischen Priestern  fortsetzte.

Bisher wurden ca. 50 Patenschaften vermittelt, der Bau einer neuen Schule unterstützt, eine Wasserentsalzungsanlage und den Bau von Toiletten für den indischen Wallfahrtsort Sagar finanziert, ein Heim für missbrauchte Mädchen unterstützt, zwei Häuser für obdachlose Familien finanziert und Familien unterstützt, damit sie ihre Häuser fertigstellen können.

Im Jahr 2008 ging die Privatinitiative in die Kath. Kirchenstiftung St. Maria Immaculata über und nennt sich Indienhilfe Diözese Guntur/Südindien.

Mit Hilfe des Turnverein 1895 e.V. Lindenberg und der Grundschule Lindenberg veranstaltete die Kirchenstiftung am 16. August 2008 einen Benefizlauf zugunsten verschiedener Projekte der Indienhilfe, bei dem die stolze Summe von 5.000,00 € zusammen kam.

Am 16. Mai 2009 veranstaltete die Kirchenstiftung den 2. Benefizlauf zugunsten eines HIV-Kinderheimes, welches von Bischof Dr. Gali Bali gegründet worden und von den St. Anna-Schwestern geleitet wird.        
Der stolze Erlös des Laufes mit Wirtschaftsbetrieb ergab auch im Jahr 2009 den stolzen Betrag von
4.853,00 €, welcher durch die Organisatoren auf 5.000,00 € aufgerundet wurde. Lächeln
 
Dem indischen Bischof Dr. Gali Bali wurde bei seinem  letzten Besuch im Juni 2009 während des Pontifikalamtes in Lambrecht ein Scheck in Höhe von 5.000,00 € übergeben.
 
Der 3. Benefizlauf dessen Erlös zur Unterstützung der Hilfsprojekte des indischen Bischofs Dr. Gali Bali, Bau eines Wasserturmes für etwa 700 Familien und sanitäre Anlagen  in Wohnhäusern der ländlichen Gegend, verwendet wird war wieder mit Erfolg gekrönt. Das Ergebnis betrug  4.910,00 und wurde von den Organisatoren auf 5.000,00 €   aufgerundet.
 
NEUES PROJEKT
Liebe Sponsoren, Förderer und Unterstützer,
unser derzeitiger indischer Kaplan Karunakar Thumma war im August 2010 in seiner Heimat und besuchte die bereits durch die Indienhilfe Lindenberg unterstützten Projekte und Schulen. Dabei hat er die rechtmäßige und verantwortungsvolle Verwendung der Spenden überprüft.
Künftig wird auch während des Jahres die Betreuung und Überprüfung von dem indischen Priester Fr. Yeruva Bala junior, von der Pfarrei Sagar Matha Church, Nagajuna Sagar, Diözese Guntur Südindien, übernommen. Über die Zusage von Father Bala jr. sind wir sehr froh.
Kaplan Thumma hat auch die Armenschule in Desupalem, die von dem jungen indischen Priester Fr. Rajashekar geleitet wird, besucht. In dieser Schule fehlt es an allem. Die Eltern, oft Tagelöhner, sind zu arm um das Schulgeld zu bezahlen. Deshalb mangelt es an Schulbüchern, Schreibheften und Stiften. Die Lehrer, die sich trotz unregelmäßiger Bezahlung viel Mühe geben, können jedoch ohne Bücher bzw. Hefte und Stifte nicht viel ausrichten.
Father Rajashekar bat um Spenden für Schulbücher, Hefte, Stifte und Schuluniformen. Er möchte das Lernmaterial kaufen bzw. bei Defekt ersetzen und den Schülern ausleihen. Ohne diese Möglichkeit sieht er keine Zukunft für die Schule, was für die Kinder das "Aus" der Bildung wäre.
Für die Fortführung der Armenschule in Dasupalem konnten wir Spenden in Höhe von 2.500,00 € überreichen.
Wir möchten allen Spendern danken, für das Vertrauen und die Untersützung. Wir versichern Ihnen, dass Ihre Spende zu 100% die Hilfsbedürftigen erreicht, ohne Abzug von Verwaltungs- und Portokosten oder Papier- und Druckkosten, da die Arbeiten der Indienhilfe von ehrenamtlichen Helfern und alle anfallenden Kosten, privat übernommen werden.
 
 
 

 

 

Zuletzt aktualisiert am Donnerstag, den 05. Mai 2011 um 08:41 Uhr
 
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